« Zurück

Veranstaltung der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle und der Interdisziplinären Frühförderstelle Rottal-Inn

Im Rahmen der Veranstaltung  wurde der Brüning-Film „Zwischen zwei Welten - Kinder im medialen Zeitalter" gezeigt.

Nachdem digitale Medien in den letzten Jahren rasant auf dem Vormarsch sind, wird die Erziehung  der Kinder zu einer neuen Herausforderung.

Der Erziehungsauftrag ändert sich mit diesen neuen Medien radikal, die Eltern werden zunehmend verunsichert, ab wann und wieviel ihre Kinder den Medienkonsum bedenkenlos nutzen können.

Der Abend sollte Eltern und Fachleute zum Einen durch den Film informieren, wie eigentlich die Entwicklung des menschlichen Gehirns funktioniert und zum Anderen eine persönliche Diskussionsrunde zum Austausch im Anschluss bieten.

Viele auffällige Verhaltensweisen wie Unkonzentriertheit, Unruhe, mangelndes soziales Verhalten, fehlende Lese- und Schreibkompetenzen werden von Pädagogen, Psychologen und Kinderärzten in Verbindung mit den neuen digitalen Medien gebracht.

Es ging den Veranstaltern nicht darum, die neue technische Entwicklung zu verteufeln, sondern den Eltern eine starke innere Haltung zum Bildschirmmedienkonsum zu vermitteln.

Zahlreiche BesucherInnen informierten sich mit dem sehr klar aufgebauten Film über „die Königsklasse des Denkens", die Besonderheiten des menschlichen Gehirns und die Bedingungen für eine gute Entwicklung und Verknüpfung  der Neuronen. Und sie erfuhren sehr anschaulich, warum der reine Konsum über das Fernsehen nur zwei Sinne (nämlich Sehen und Hören) anspricht und die restlichen Sinne verkümmern.

Die „2-Welten-Waage" zeigt schließlich mögliche Lösungen, wieviel Zeit für eigene Aktivitäten  im Verhältnis zum Medienkonsum stehen muss, ohne das Gehirn verkümmern zu lassen.

Die anschließende lebhafte Diskussion zwischen den BesucherInnen und den Veranstaltern  zeigte, dass ein sehr hoher Gesprächsbedarf besteht und weitere Veranstaltungen für dieses Thema durchaus nützlich wären.

Von der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle waren die stellvertretende Leiterin Elisabeth Deinhart und die Sozialpädagogin Nicole Maier vertreten, von der Interdisziplinären Frühförderstelle die Leiterin Anneliese Huber und die Sozialpädagogin Julia Hartl.

Dass sich beide Einrichtungen zu diesem Thema zusammengeschlossen haben zeigte sich als sehr sinnvoll, da alle Altersklassen, die der Film anspricht, abgedeckt waren.

Foto: zur Diskussion stellten sich

von Links:  Anneliese Huber, Leiterin  Frühförderstelle; Julia Hartl, Sozialpädagogin, Frühförderstelle; Elisabeth Deinhart, stellv.Ltg. Erziehungsberatungsstelle; Nicole Maier, Sozialpädagogin Erziehungsberatungsstelle